Stabilisiertes Holz – was ist das?
Stabilisiertes Holz, stabilisiertes Holz, modifiziertes Holz oder polymerisiertes Holz ist Holz, das mit speziellen Polymerverbindungen (Füllstoffen) imprägniert wurde, um seine physikalischen und betrieblichen Eigenschaften zu verbessern.
Das stabilisierte Holz wird häufig zur Herstellung von Messergriffen, Dolchgriffen, Griffen anderer Arten von kalten Waffen, Schmuck, Schreibzubehör und Ornamenten verwendet.
Nicht jede Holzart ist für eine hochwertige Stabilisierung geeignet.
Nur trockenes Holz wird stabilisiert, schon geringe Mengen Wasser in den Fasern und Kapillaren verhindern eine qualitative Imprägnierung.
Zahlreiche Holzarten können aufgrund ihrer hohen Dichte oder der im Holz vorhandenen Chemikalien, welche eine Stabilisierung verhindern, nicht imprägniert werden.
Nicht stabilisiert werden beispielsweise harzhaltige Nadelhölzer, Holzarten der Palisanderfamilie (Cocobolo, Königs-Palisander, Indischer Palisander), da Palisander ölhaltig ist, sowie Kautschuk und andere Holzarten.
Der Prozess der Holzstabilisierung erfolgt in mehreren Schritten.
Zunächst wird das Werkstück in einem geschlossenen Behälter vollständig mit einer Imprägnier- und Beizlösung eingetaucht, im Behälter wird durch eine Pumpe und einen Kompressor ein Vakuum erzeugt, die Luft entweicht aus dem Werkstück, die Hohlräume und Fasern werden mit der Imprägnierung aufgefüllt.
In dieser Phase ist bei den meisten Herstellern von stabilisiertem Holz der Stabilisierungsprozess abgeschlossen; viele Messerschmiede führen eine solche Stabilisierung auch zu Hause durch.
Die höchste Qualität und vollständige Stabilisierung der gesamten Tiefe des Holzwerkstücks wird nur erreicht, wenn es technologisch möglich ist, nach einem Hochvakuum einen hohen Druck zu erzeugen, bei dem die Imprägnierungs- und Beizzusammensetzung möglichst vollständig und tief in die Holzfasern eindringt, was zu einer möglichst homogenen Imprägnierung und zum Erreichen einer gleichmäßigen Farbe in der gesamten Tiefe des Baums führt.
Am schönsten sind die stabilisierten gebeizten Ahorntropfen, die stabilisierte karelische Birke, die Birkenkappe, die Ulmenkappe, die Birkensouvel und die Eschenwurzel.
Als Ersatz für das stark rissige Ebenholz wird die stabilisierte, schwarz gefärbte Hainbuche verwendet.
Qualitativ hochwertiges stabilisiertes Holz ist gegenüber Umwelteinflüssen wesentlich beständiger als unbearbeitetes Holz: Es verändert sein Aussehen nicht und verliert seine Farbe nicht unter der Einwirkung von UV-Strahlen, technischen Ölen und organischen Lösungsmitteln; es kann eine Erhitzung mit offener Flamme auf hohe Temperaturen für kurze Zeit ohne äußere Veränderungen überstehen.
Autorentext von George WAUGH, 02.10.2019.
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